Montag, 25. März 2013

Rezension: Alles dreht sich!

Hallo ihr Lieben!
Kommen wir zu meiner heutigen Rezension...
Heute habe ich mir dann 'Alles dreht sich' von Rosemarie Eichinger vorgenommen.
Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension.


Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Carlsen/Chicken House (Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551520496
  • ISBN-13: 978-3551520494
  • Preis: 13,99
Inhalt:

Max will, dass wir die ganze Sache systematisch angehen und er sagt, es gibt Schlimmeres. Und irgendwie hat er Recht. Im Gegensatz zu Max weiß ich nur nicht, wie ich meinen Gehirntumor systematisch angehen soll. Allerdings bin ich auch nicht gestört und psychisch labil. Das ist Max‘ Privileg. Mit einer Liste fängt es an. Was man unbedingt noch tun muss, bevor man abkratzt. Und plötzlich sind wir mittendrin in unserer Aktion. Weil wir etwas Sinnvolles tun wollen, aufrütteln. Sogar Pia macht mit. Weil man nicht wegschauen darf. Das ist das Wichtigste. Mehr oder weniger. Jedenfalls gehört es zu den wichtigen Dingen. So wie Max und Pia.

Meine eigene Meinung:

Den Schreibstil fand ich absolut klasse, da er sich der jungen Leserschaft sehr gut anpasst. Es geht ziemlich locker zu und die ein oder anderen Flüche werden auch ausgesprochen, was dem Ganzen so einen gewissen Pepp verleiht. Man hat einfach Lust dieses Buch weiterzulesen und manche Formulierungen helfen einem wirklich sich in die Lage der Personen hineinzuversetzen.
Besonders die Aufteilung in drei Perspektiven fand ich super , da man so einfach einen viel besseren Überblick bekommt, was die jeweiligen Personen denken oder fühlen. Da wäre einmal Linda, unsere Hauptperson, die die Diagnose Krebs bekommt. Ihre Gedanken drehen sich besonders am Anfang immer um eines : 'Der Tumor'. Auch in der fortfahrenden Geschichte ist das häufig so, aber sie versucht mit ihren Freunden gemeinsam etwas Sinnvolles zu erschaffen, um 'ihre letzte Zeit' nicht sinnlos zu verschwenden. Sie will in ihren letzten Tagen einen Stein ins Rollen bringen, auf Probleme in der Gesellschaft aufmerksam machen, um so zukünftig auch etwas erreichen zu können.
Nach der schrecklichen Diagnose, die sie erhält, trifft sie Max. Anfangs sagt er ihr, dass er auch Krebs hätte, aber dem ist nicht so. Er ist psychisch etwas labil und möchte einfach nur, dass Linda eine Liste anfertigt, mit den Dingen, die sie unbedingt noch einmal tun will , bevor sie stirbt. Anfangs liegt der Fokus zwar auf der Liste, aber weiterführend entsteht viel mehr daraus.
Außerdem ist da noch Pia, Linda's beste Freundin. Sie reagiert ziemlich geschockt auf Linda's Diagnose und würde am liebsten mit ihr darüber reden, anstatt immer nur zu schweigen. Schließlich trifft sie auch auf Max, den sie sofort unsympathisch findet und sie wirkt zum Teil auch etwas eifersüchtig, da er sehr viel Zeit mit Linda verbringt. Sie ist in Bezug auf die Pläne, die Linda und Max schmieden, ziemlich skeptisch und lehnt diese anfangs eher ab. Hinterher kann auch sie sich dafür begeistern und gemeinsam versuchen sie den Stein ins Rollen zu bringen durch einige Aktionen (An dieser Stelle wird natürlich noch nicht zu viel verraten...)

Besonders toll finde ich einfach diese Entwicklung , die innerhalb des Romans stattfindet. Anfangs können sich Max und Pia überhaupt nicht leiden und dann näheren sie sich immer mehr an. Einfach diese Thematik, die der Roman anspricht, kann mich faszinieren. Es kommt auf Zusammenhalt und Freundschaft an, um etwas zu erreichen. Außerdem setzt der Roman einfach auch ein Statement. Anstatt den Kopf einzuziehen, weil man Krebs hat, soll man versuchen etwas zu bewegen und zu erreichen. Was nützt es einem, wenn man sich hängen lässt? Es macht nichts besser!
Überraschend fand ich auch, dass der Fokus des Romans gar nicht zu sehr auf dieser Liste hing, in der vermerkt ist, was man vor dem Tod noch alles machen will. Ich dachte wirklich , dass es thematisch darum gehen würde, aber umso positiver fand ich es, als sich die Geschichte davon gelöst hat und mehr in diese 'Freundschafs-, Zusammenhalts- und etwas erreichen, um zukünftig etwas geleistet zu haben'-Schiene ging. Das fand ich wirklich bemerkenswert.

Fazit:

Ein wirklich schöner Roman , der von Freundschaft und Zusammenhalt handelt, und ein Statement setzt, indem man sich nicht hängen lassen soll , sondern versuchen sollte, etwas zu erreichen, um längerfristig auf Probleme aufmerksam zu machen und diese zu bewältigen.

Sterne:  4 / 5

Alle, die das Buch interessiert, sollten es sich unbedingt KAUFEN!

Copyright Klappentext + Cover: Chicken House/ Carlsen

Sonntag, 24. März 2013

Rezension: Die Bestimmung 2 - Tödliche Wahrheit!

Hallo ihr Lieben!
Heute folgt meine Rezension zu 'Die Bestimmung 2 - Tödliche Wahrheit' von Veronica Roth! Viel Spaß beim Lesen meiner heutigen Rezension.


Fakten:

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbt (10. Dezember 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161560
  • ISBN-13: 978-3570161562
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Insurgent
  • Preis: 17,99
Inhalt:

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...

Meine eigene Meinung:

Nach meiner gestrigen Rezension zu Band 1 , war meine Erwartung an den zweiten Band sehr groß, jedoch wurde diese nicht voll und ganz erfüllt und ich habe ein paar kleine Kritikpunkte. Trotzdem finde ich auch den zweiten Band großartig und finde, dass er unbedingt von jedem gelesen werden sollte.

Der Schreibstil war wie in Band 1 großartig. Das Lesen hat Spaß gemacht, die Sätze waren präzise und verständlich formuliert und ich las eine Seite nach der anderen - ich habe das Buch förmlich verschlungen.
Spannungstechnisch finde ich, hätte etwas mehr passieren können. Teilweise fand ich einfach, dass sich die Story sehr gezogen hat und dass der Leser nur selten einen 'Adrenalinkick' verspürt. Gerade wenn ich mich an einige Kampfszenen aus dem ersten Band erinnere , schießt das Adrenalin wieder in meine Adern. Solche 'Gänsehautmomente' vermisse ich bei dem zweiten Band sehr.
Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch mich komplett gelangweilt hat, denn an einigen Stellen, als die Unbestimmten beispielsweise immer mehr in Bedrängnis geraten durch die Ken, passieren schon einige sehr spannende Dinge, in denen sich unsere 'Heldin' Tris wieder einmal beweisen muss. Da konnte ich mich schon sehr in die Rolle eines Unbestimmten hineinversetzen und diese Szenen haben mir schon sehr gefallen. Auch hinterher als Tris in der Zentrale der Ken ist, wird der Spannungsbogen doch noch einmal kräftig angezogen (natürlich erspare ich euch an dieser Stelle das wieso-weshalb-warum,damit ich nicht zu viel von der Story verrate...)
Natürlich hat die Autorin auch noch einige spannende Wendungen im Petto und so wird der ein oder andere Leser sehr von Tris Bruder Caleb überrascht sein und auch von Tris' Rivalen Peter kann man sich noch auf eine Überraschung gefasst machen, mit der keiner so richtig gerechnet hat.
Außerdem wird einem die Vergangenheit von Four (Tobias) etwas näher gebracht, wo es letzendlich auch zu einer interessanten Wendug in seinem Familienkreise kommt, die man so definitiv nicht erwartet hätte.
In der letzten Rezension habe ich ja förmlich geschwärmt von Beatrice (Tris), aber ich muss sagen, dass sie mir in diesem Roman zum Teil ziemlich auf die Nerven geht. Ständig stürzt sie sich von einer gefährlichen Aktion in die nächste, verhält sich dabei total leichtsinnig - Wo ist die Denkerin Tris geblieben?
Das einzige womit sie mich erreichen konnte, waren ihre Schuldgefühle , weil sie ihren Kumpel Will, der auch fester Freund von ihrer Freundin Christina war, erschießen musste, weil dieser sie durch eine Simulation im ersten Band angegriffen hatte. Sie möchte sich einfach keinem anvertrauen, was in ihrer Situtaton ja auch völlig verständlich ist. Dadurch kommt es aber auch zu einigen Problemen mit Four, was sich quer durch den Roman zieht und zum Teil auch etwas an meinen Nerven zerrte.
Ebenfalls beschäftigen Tris immer wieder ihre Eltern, die im ersten Band gestorben sind. Dies konnte ich völlig nachvollziehen und hat mich als Leser natürlich auch in gewisser Weise bewegt, auch wenn ich mir selbst nicht vorstellen kann, wie es ist ohne seine Eltern zu leben.
Auch wenn ich manche Handlungen von Tris diesmal ziemlich leichtsinnig fand, finde ich , dass man sich in anderen Situationen auch gut in sie hineinversetzen kann. Wie schon im ersten Teil, hat der Leser definitiv eine enge Verbindung zu ihr, was ich ziemlich toll finde. Nicht in jedem Roman ist es so, dass zwischen Hauptfigur und Leser eine solche Bindung möglich ist.
Ganz besonders toll fand ich in diesem Band auch, dass endlich mal andere Schauplätze zum Vorschein kommen. Denn die Handlung spielt diesmal nicht nur im Revier der Ferox und Altruan, sondern auch in denen der Ken, Candor und Amite, was natürlich auch für eine gewisse Abwechslung sorgt und den Leser einfach tiefer in die verschiedenen Fraktionen einführt. Außerdem erhält der Leser erstmals auch direkten Einblick in die Welt der Fraktionslosen, die in diesem Band eine weitaus größere Rolle spielen als im Vorgänger. In diesem Punkt kann man sich also auf was gefasst machen.
Besonders der Cliffhanger am Ende sorgt beim Leser für Rätselraten - Wer ist Edith Prior? Sie trägt denselben Nachnamen wie unsere Hauptperson- aber ist sie wirklich mit ihr verwandt? Und in welchem Grad stehen die beiden zueinander? Definitiv ein schlauer Schachzug der Autorin , um die Leserschaft auch für Band 3 an sich zu binden. Ich bin definitiv auf Band 3 gespannt und möchte auf jeden Fall herausfinden, wer Edith Prior ist.

Fazit:

An Band 1 kommt 'Die Bestimmung 2- Tödliche Wahrheit' spannungstechnisch zwar nicht heran , aber dennoch werden dem Leser einige schöne Wendungen präsentiert. Neue Schauplätze führen tiefer in die Geschichten der einzelnen Fraktionen hinein und endlich erhält der Leser auch einen Blick in die Welt der Fraktionslosen, die in diesem Band eine deutlich größere Rolle spielen. Schließlich gerät unsere Protagonistin immer tiefer in die Machenschaften der Ken und die Bedrohung für die Unbestimmten wächst. Wieso, weshalb, warum? Dem Ganzen solltet ihr selbst auf die Spur gehen! KAUFEN!

Sterne: 3.5 / 5

Copyright Klappentext + Cover: cbt verlag

Samstag, 23. März 2013

Rezension : Die Bestimmung!

Hallo ihr Lieben!
Wie habt ihr denn so euren Samstag verbracht?
Ich war mit der spannenden Dystopie 'Die Bestimmung' von Veronica Roth beschäftigt und habe diese den ganzen Tag lang verschlungen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei dem CBT VERLAG herzlich bedanken, da mir ein Rezensionsexemplar des ersten und zweiten Bandes zur Verfügung gestellt wurde.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Rezension zu 'Die Bestimmung' (Divergent).



Fakten: 


  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: cbt (19. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570161315
  • ISBN-13: 978-3570161319
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Divergent
  • Preis: 17,99
Inhalt:

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Meine eigene Meinung: 

Ich muss sagen, dass ich wirklich richtig Lust hatte dieses Buch zu lesen, da ich auf vielen anderen Blogs schon die ein oder andere Rezensionen gelesen hatte und mich auch im Kreise anderer Buchblogger umgehört hatte, wie sie denn das Buch fanden. Dementsprechend hoch waren selbstverständlich auch meine Erwartungen an das Buch - und ich wurde nicht enttäuscht.

Den Schreibstil fand ich einfach super klasse, da sich das Buch einfach locker runterlesen ließ. Die Handlung war sehr präzise geschildert und der Sprachstil passte sich meiner Meinung nach der empfohlenen Leserschaft an.
Besonders die Ausgestaltung von Beatrice (Tris) , der Hauptfigur des Romans, konnte mich überzeugen. Schon am Anfang , als ihr Zweifel kommen, ob sie zu ihrer jetzigen Fraktion, den Altruan, passt, stellt sich dem Leser dieselbe Frage. Beatrice eine der Selbstlosen? Das passte meiner Meinung nach einfach nicht zu ihr und schon ihre ganzen Handlungen bestätigten mich in meiner Auffassung. Für einen anderen im Bus Platz machen? Nein, sowas tut Beatrice nicht. Die Zweifel, die sie in ihrer Anfangszeit plagen, plagen auch den Leser. Hat 'Tris' die richtige Entscheidung getroffen, kann sie bei den Ferox wirklich glücklich werden? Der Leser beginnt mit Tris mitzufiebern, ob sie es tatsächlich schaffen wird , bei den Ferox als festes Mitglied aufgenommen zu werden oder ob sie als ärmliche Fraktionslose verenden wird. Als besonders mies habe ich ihre Gegenspieler empfunden : Peter, Molly und Drew. Ständig wird Tris aufgrund ihrer Herkunft runtergemacht, sie wird ausgelacht und gedemütigt und zum Teil kommt es sogar zu lebensbedrohlichen Übergriffen auf sie. Einige Stellen, zum Beispiel eine Kampfszene zwischen Peter und Tris, habe ich als sehr sehr spannend empfunden und ich selbst habe gemerkt , dass ich zum 'Team Tris' tendiere und einfach mit ihr mitfiebere. Eine andere Szene, in der sie von Drew,Peter und Al (Al - der eigentlich ein Freund war) zur Schlucht getragen wird , um womöglich runtergeschmissen zu werden, sorgte für eine Angespanntheit bei mir und mein Atem setzte ein wenig aus, da ich so sehr mit Tris mitfieberte. Al ist ein Beispiel dafür, dass Tris eigentlich niemandem trauen sollte, denn die meisten würden fast alles dafür tun , um im Ranking der Ferox aufzusteigen. Zwischenzeitlich löst dies auch beim Leser gewisse Bedenken aus - Wem kann man eigentlich trauen? Christina und Will sind zwar ihre Freunde- aber kann sie ihnen auch trauen oder würden sie womöglich auch sie aus dem Weg räumen, wenn es nötig wäre?
Ich muss sagen, dass mir besonders die drei Phasen gefallen haben, in denen sich die Initianten getestet werden. Gerade die erste Phase war ziemlich spannend, da die Kämpfe zwischen den Initianten ziemlich brutal zugehen und man mit einzelnen wirklich mitfiebert. Nicht mehr ganz so stark erging es mir mit der zweiten Phase, wo die Initianten ihre eigenen Ängste bewältigen sollten. Durch Computer-Simulationen wurde Tris zum Beispiel durch eine Vielzahl von Krähen Angst eingejagt und sie wollte diese möglichst überwinden. In dieser zweiten Phase entdeckt sie auch einen Vorteil , der ihr Unbestimmtsein mit sich bringt. Auch wenn ich diese Phase nicht mehr ganz so spannend fand, habe ich dennoch mit ihr mitgefiebert.
Bei der dritten Phase ging es dann darum, dass sich die Initianten ihren eigenen Ängsten gegenüber stellen mussten und in einer finalen Simulation schließlich versuchen sollen, die individuelle Anzahl ihrer Ängste zu beherrschen und zu überwinden. Dies war widerum sehr spannend, da der Leser selbstverständlich wollte, dass Tris eine feste Ferox wird.
Wer jedoch denkt, dass nach der finalen Simulation die Story ein Ende nehmen würde, der täuscht. Denn gerade danach geht es erst richtig los!
Am Anfang stellt man sich ebenso wie Beatrice die Frage, was eigentlich so gefährlich sein soll am Unbestimmtsein und warum sie mit niemandem darüber sprechen darf. Aber am Ende wird einem dann doch klar, wie abgebrüht, berechnend und machtsüchtig die Gesellschaft der Ken ist und was für einen verrückten Plan deren Anführerin Jeanice im Schilde führt. Auf den letzten hundert Seiten wird es noch einmal sehr sehr sehr spannend und an dieser Stelle möchte ich auch gar nicht zu viel verraten, denn das solltet ihr auf jeden Fall selbst lesen.
Manche Storylines, wie zum Beispiel die Herkunft von Four, fand ich ziemlich vorhersehbar, da sehr viele Andeutungen bereits am Anfang gemacht wurden und ich hatte schon beim ersten Zusammentreffen das Gefühl zu wissen, wer er ist. Andererseits konnte mich die Herkunft von Tris' Mum ziemlich überraschen, da ich damit absolut nicht gerechnet hatte. In dieser Hinsicht teilt der Leser also wieder einmal die Wahrnehmung von Tris.

Fazit:

Diese Dystopie sollte man unbedingt gelesen haben, da sie sehr viel Spannung bereithält und eine ganz besondere Verbindung zur Hauptperson aufbaut. Besonders am Anfang flammt die Spannung auf, zwischenzeitlich sackt sie etwas ab, um am Ende noch einmal voll auflodern zu können. In manchen Punkten mag die Story etwas vorhersehbar sein, was alles in allem dem sehr guten Roman aber keinen Schaden zufügt. Also ich freue mich schon sehr auf Band 2 , der morgen gleich angefangen wird ;)

Sterne: 4.5 / 5

Ihr solltet es euch unbedingt kaufen! ;-) HIER!

Copyright Klapptentext + Cover: cbt verlag

Samstag, 16. März 2013

Der gute Mensch von Sezuan - Ein modernes Drama von Bertolt Brecht


Nachdem wir im Deutsch-Unterricht in diesem Schuljahr schon eine Lektüre durchgearbeitet hatten , blieb uns eine Zweite nicht erspart. Dieses mal stand ein 'modernes' Drama auf dem Programm : 'Der gute Mensch von Sezuan' von Bertolt Brecht.
Es ist immer faszinierend zu sehen, wie wenige Schüler bis zur Klausur ihre Bücher durchgearbeitet haben. Zugegeben, ich hatte bei der Idee ein weiteres Drama (nach Creeps und Andorra) zu lesen auch nicht sonderlich viel Lust, habe es trotzdem getan und als ich das Buch zuklappte, hatte ich lauter Fragezeichen im Kopf, da ich nicht wusste, was mir dieses Drama denn nun sagen wolle.
Aber alles halb so wild, manchmal lohnt es sich wirklich sich über Bücher zu reden und das auch im Unterrichtsgeschehen und schnell hatte sich auch mir die Problematik offenbart!
Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension.

Fakten: 
  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 8 (28. Juli 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518188259
  • ISBN-13: 978-3518188255
  • Preis:  6,00
Inhalt (selbst formuliert):

In dem Drama geht es um drei Götter, welche auf die Erde kommen, um wenigstens einen guten Menschen ausfindig machen zu können. Als sie diesen in der Prostetuierten Shen Te entdecken und ihr Geld zahlen, um ihr Gutsein zu gewährleisten (Sie meinen, dass sie ihr ja Geld für die Unterkunft zahlen könnten) , beginnt für diese eine Verwandlung in Shui Ta, um ihre Existenz in der kapitlistischen, egoistischen und rücksichtslosen Gesellschaft von Sezuan sichern zu können.

Meine Meinung: 

Trotz anfänglicher Probleme, was die Aussage betrifft, muss ich sagen, dass ich das Drama wirklich in Ordnung fand, da es sich auch auf die heutige Gesellschaft übertragen lässt. Denn Brecht stellt sich doch die Frage, wie man in einer kapitalistischen Gesellschaft gut sein könne.
Ist es nicht heute auch so?: Wer am längeren Hebel sitzt, hat es gut. Wer die Ellenbogen ausfährt, hat gute Chancen, etwas zu werden. Wer sich egoistisch und rücksichtlos verhält, schafft Erfolg für sich.
Gerade diese Allgemeingültigkeit dieses Dramas hat mir besonders gefallen, da es sich auf die verschiedensten Länder und Zeiten übertragen lässt.

Außerdem hat mir die Schilderung der Charaktere sehr gut gefallen. Nachdem Shen Te durch das Geld der Götter endlich dabei ist, sich in Form eines Tabakladens eine Existenz aufzubauen, kommen viele Leute zu ihr, fordern Geld, Essen oder Unterkunft. Beispielsweise Die Shin kommt , um bei Shen Te Reis für sich und ihre Kinder zu erschnorren und Geld zu 'leihen'. Als schließlich ein altes Ehepaar und deren Neffe Unterkunft bei Shen Te einfordern wollen, kommen von der Shin höhnische Sprüche. Sie gönnt also niemand anderem etwas. Ebenso als ein Arbeitsloser Shen Te's Laden betritt und nach einer Zigarrette schnorrt , kommt von der Shin ein 'Das ist stark , Tabak zu betteln'. Shen Te ist aber so gütig und gibt ihm eine Zigarrette,woraufhin der Arbeitslose den Laden verlässt und gleich die Spekulationen der anderen beginnen, ob dieser nicht noch Geld in seiner Tasche gehabt hätte. Hiermit erschafft Brecht also ein sehr scharfes Charakterbild. Obwohl die Unterschicht eigentlich zusammenhalten sollte, da sie ja im Kontrast zur Oberschicht deutlich benachteiligt ist, gönnen sie sich untereinander einfach nichts, verhalten sie komplett egoistisch und rücksichtslos.

Auf der einen Seite steht die gutmütige Shen Te und auf der anderen Seite die rücksichtslose, egoistische Unterschicht Sezuans, die immer nur fordert, aber nichts zurück gibt. Wie ist es also auf Dauer möglich gut zu sein und seine Existenz nicht zu gefährden?

Mit der Einführung des Shui Ta (angeblicher Vetter Shen Te's, dabei aber Shen Te in Verkleidung) soll dieser skrupellosen Ausbeutung ein Ende bereitet werden. Ein knallharter Geschäftsmann ('Ein Mann wie ein Messer') , der endlich durchgreift und versucht das bestmögliche rauszuschlagen. Anfangs wird Shen te immer nur zu Shui Ta, wenn kurzzeitig ein Problem auftritt und dieses gelöst werden muss, hinterher verwandelt sie sich komplett in ihn.

Generell muss ich sagen, dass mir die sehr unterschiedlichen Figuren sehr gut gefallen haben und auch der Kontrast zwischen Gut und Böse hat einem vor Augen geführt, wie schwer es eigentlich ist in einer kapitalistischen, bösen Welt sein Gutsein bei zu behalten, da dies so gut wie unmöglich ist. Dies zeigt ja auch die nötige Verwandlung Shen Tes in Shui Ta.

Der Schreibstil mag nicht jedermanns Geschmack sein, da er eben doch an einigen Stellen etwas altertümlich ist, am Rand aber auch zum Großteil erklärt wird. Mir fiel es generell nicht schwer, den Inhalt zu verstehen, da man eigentlich alles auch so weit aus dem Kontext erschließen konnte.

FAZIT:

Eine der Schullektüren, die auf jeden Fall positiver ausfällt. Eine Problematik, die sich auch auf das heutige Zeitalter übertragen lässt, sorgt beim Leser für nachdenkliche Momente und auch die scharfe Charakterzeichnung Brechts' lässt den Leser über sein eigenes Verhalten nachdenklich werden. Schreibstil könnte dem ein oder anderen nicht ganz so gut gefallen, aber alles in allem dürfte der Inhalt verständlich sein. Alter Stoff kann eben manchmal doch brandaktuell sein.

Sterne: 4 / 5


Interessenten des Dramas sollten sich einfach mal HIER umsehen.

Copyright Cover: Suhrkamp Verlag

Simpel - ein Buch, das zum Lachen und Nachdenken einlädt


Lange Zeit habe ich mich nicht mehr bei euch gemeldet, ich weiß. Aber nun wollte ich euch wieder einmal interessanten Lesestoff vorstellen und zwar behandeln wir gerade in meinem Französisch-Kurs den Roman 'Simple' von Marie-Aude Maureil.
Auf Französisch fiel mir das Ganze relativ schwer, obwohl ich Französisch nun schon fast 5 Jahre als Fremdsprache in der Schule lerne. Deswegen habe ich einach beschlossen, mir die deutsche Ausgabe ('Simpel') auch zu kaufen, um den Inhalt einfach besser nachvollziehen zu können. Ich finde es hat sich auf jeden Fall gelohnt, diesen Roman zu lesen, auch wenn die Thematik nicht unbedingt jedem gefällt.
Lest einfach meine Rezension und entscheidet , ob euch der Roman anspricht.


Fakten: 

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Fischer Schatzinsel; Auflage: 13 (9. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596806496
  • ISBN-13: 978-3596806492
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: Simple
  • Preis: 7,95
Inhalt:

Simpel spielt gern mit Playmobil. Er spricht mit seinem Stoffhasen. Er sagt: »Hier sind alle total blöd!«, wenn hier alle total blöd sind, und er kann total schnell zählen: 7, 9, 12, B, tausend, hundert. Simpel ist zweiundzwanzig Jahre alt, doch mental ist er auf der Stufe eines dreijährigen Kindes. Gut, dass sich sein siebzehnjähriger Bruder um ihn kümmert. Doch Simpel zu betreuen ist alles andere als simpel. Und als die beiden Brüder in eine WG ziehen, da wird es erst recht kompliziert!


Meine Meinung:


Wie der Klappentext schon verrät, kümmert sich der 17-Jährige Cleobert um seinen geistigbehinderten Bruder Simpel, der mental auf dem Niveau eines Dreijährigen stehen geblieben ist. Die Mutter der beiden Jungs ist tot und der Vater möchte von Simpel einfach nichts wissen, da er eine neue junge Fraue kennengelernt hat und diese ein Kind von ihm erwartet. Am liebsten würde der Vater seinen behinderten Sohn wider zurürck nach Malicroix, einer Anstalt für behinderte Menschen, schicken. Doch Cleobert der sich liebevoll um seinen Bruder kümmert, möchte dies verhindern, da er die seelische Verendung seines Bruders in der Anstalt befürchtet und somit sieht er sich in der Pflicht, sich um seinen Bruder zu kümmern.
Nachdem er merkt, dass das Leben bei der Großtante, die sie gerade einmal so duldet, nicht länger funktioniert, stößt er schließlich auf eine WG, die die Beiden nach einigem Gezeter doch aufnehmen möchte.


Besonders die Vielfalt an Charaktere, die in dieser WG zum Vorschein kommen und somit auch neue Problematiken in diese Geschichte einbringen, finde ich absolut großartig.
Das Mädchen Aria, das auf Jungs eine sexy Wirkung hat, ist mit WG-Bewohner Emmanuel zusammen. Das alles würde ganz schön klingen, wenn Enzo, der Kumpel ihres Bruders Corentin, nicht auch in sie verliebt wäre. Aria,Corentin,Enzo und Emmanuel leben also zusammen in dieser WG und schon zu Beginn zeichnet sich das Konkurenzverhalten zwischen Emmanuel und Enzo deutlich ab.
Als schließlich auch noch Simpel und Cleobert in die WG einziehen, ist der Trubel perfekt. Anfangs tritt die Wohngemeinschaft Simpel deutlich ablehnend gegenüber. Dies zeigt sich zum Beispiel als Simpel einmal alle 'Salzgebäcks' (seine eigene Sprache) anknabbert, diese ausspuckt und daraufhin von Enzo als 'widerlich' beschimpft wird. Solche Situationen machen auch Cleobert zu schaffen, da er immer aufpassen muss, was Simpel gerade tut und was er zu anderen Leuten sagt.
Mir hat hier besonders die Veränderung der einzelnen Charaktere und deren Verhältnis zu Simpel gefallen. Anfangs noch abgelehnt, näheren sie sich im immer näher an und am Ende , als Simpels Existenz als WG-Mitglied gefährdet ist, halten sie zusammen und empfinden ein Leben ohne ihn als 'langweilig' und 'öde'. Hier zeigt sich also auch dem Leser, dass nicht immer der erste Eindruck zählt, sondern, dass man jemanden erst einmal kennenlernen sollte, bevor man ihn verurteilt.

Besonders die liebevolle Ausgestaltung des Charakters Simpel hat mich sehr angesprochen. Sobald er etwas angestellt hat, ist sein 'sprechender' Hase Monsieur (Simpel besteht auf das Moniseur!!!) HaseHase dafür verantwortlich. Außerdem liebt er es, Playmobil zu spielen, aber auf seine ganz eigenes Weise. Er baut zwei Gruppen auf : Seine und Malicroix (Malicroix= Anstalt in der er war und nicht mehr hin möchte). Er zeigt also durch sein Spiel, was ihn bedrückt. Beispielsweise zeigt er hinterher mit Löffeln, dass seine Mutter gestorben ist, sein Vater ihn verstoßen hat und er schließlich von seinem Bruder aus der Anstalt gerettet wurde.
Sobald jemand nur flucht, weiß man als Leser ab  Mitte des Buches, dass von Simpel ein 'oh oh. Böses Wort.' folgt und auch seine Zählweise '7,9,12,B,tausend,hundert' begegnet einem nur zu oft. Außerdem verfolgen seine eigenen  Wörter 'Kompjuter' , 'Ferngerätseher' und 'Verolver' den Leser über viele Seiten. Generell denkt der Leser nicht, dass Simpel 'spinnt' , sondern eher ein aufgeweckter, lustiger Mensch ist.

Das Buch ließ sich ohne Mühe schnell runterlesen und es hat Spaß gemacht, zu erfahren, wie die einzelnen Probleme sich am Ende entzweien und wie es denn mit Simpel und Cleobert weitergeht. Hier möchte ich selbstverständlich noch nicht zu viel verraten (:

Die Problematiken wie 'Behinderung ' , 'Liebe' und 'Akzeptanz' werden in diesem Buch mehr als deutlich geschildert und wie ich finde, auf eine sehr lustige, aber auch bewegende Weise, weshalb ich den Roman generell weiterempfehlen würde.

Fazit:

Ein sehr humorvoller, bewegender Roman, der nicht nur die Zielgruppe ansprechen dürfte, sondern auch Leute weit darüber hinaus, da die Thematik sehr offen gehalten wurde. Auch wenn vordergründig Jugendprobleme angesprochen werden, können auch 'ältere' Leser sicherlich ihr Vergnügen daran finden. Mit Simpel wird es auf jeden Fall lustig und ich kann es nur zu gut verstehen, dass der Roman den 'DES PRIX DES LYCÉENS ALLEMANDS' sowie den JUGENDLITERATURPREIS gewonnen hat.

Sterne: 4.5 / 5

Sollte jemand von euch Lust haben, diesen Roman zu lesen, solltet ihr ihn euch auf jeden Fall HIER bestellen oder den Buchhändler eures Vertrauens aufsuchen.

Copyright: Klappentext + Cover: Fischer Schatzinsel